Rassegeflügel Schweiz

Haltung

Rassen und Farbenschlaginventar 2013 / Züchteradressen 

Das neue Inventar ist da! Vorneweg gilt der Dank an alle Vereinsfunktionäre und Obmänner die mitgeholfen haben, diese Daten zu erheben und somit eine möglichst aussagekräftige Auflistung zu erstellen. Erstmals sind auch Daten aus dem Kanton Tessin aufgeführt. Die Einführung dieser Liste erfreut sich einer grossen Beliebtheit und wird im Zweijahresrhythmus aktualisiert.

Gibt es Züchter von Lockengänsen, Westfälischen Totlegern oder Appenzeller Zwerg-Spitzhauben in der Schweiz? Wenn ja, wer? All diese und viele weitere Fragen wird Ihnen die Liste beantworten können. Sie erleichtert Ihnen das Suchen nach Rassen und Farbenschlägen wesentlich.

Mit der Erhebung 2013 ist es uns gelungen, die Zahlen der letzten Erhebung nochmals zu übertreffen. Die Liste umfasst diesmal gegen 13‘000 Tiere in 180 Rassen und 527 Farbenschlägen sowie 90 Arten Ziergeflügel. Ich hoffe, dass dieses Hilfsmittel rege benützt wird, um eine engere Zusammenarbeit unter den Züchtern zu fördern und um den Interessenten und Neueinsteigern bei der Suche nach „ihrer“ Rasse behilflich zu sein.

Standard- und Fachkommission

Urs Lochmann

Inventar 2013

Züchteradressen 

Tierschutzverordnung 

Tierschutzgesetz 

Stall und Gehege 

Allgemeines
Manch verschiedene Wege führen zur Kleintierhaltung. Motiviert durch Erfahrungen während der Jugendzeit, Tierhaltung im Bekanntenkreis, Faszination an der Tierhaltung, Wissensdrang, Interesse an neuer Herausforderung, Übernahme von neuer Verantwortung usw.    Wie auch die Beweggründe sind, zur Tierhaltung braucht es eine Menge Voraussetzungen, über die man besser vor der eigentlichen Tieranschaffung gründliche Überlegungen anstellen sollte.       Wie leicht ist man geneigt anlässlich einer Tierschau, oder aufgrund eines Angebotes in der Zeitung bzw. Tierwelt, Tiere zu erwerben, für die zunächst der erforderliche Platz nicht zur Verfügung steht. 

Da ist es schon besser, man überlegt es sich vorher, zu welcher Art von Kleintierhaltung man sich entscheiden will. In aller Ruhe sind die eigenen Möglichkeiten kritisch zu beurteilen. Geeignete Fachbücher oder der Gedankenaustausch mit erfahrenen Geflügelzüchtern können dabei sehr hilfreich sein.

 Perlhühner sind sehr schöne und lebhafte – aber auch sehr laute Tiere
Bildquelle: www.bauernhof-bayern.com

Sind alle erforderlichen Voraussetzungen geklärt und hat man sich für eine bestimmte Tierart oder Rasse entschieden ist der Moment gekommen, in dem die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Auch dabei gibt es mancherlei Überlegungen anzustellen. Der Weg bis zur Realisierung kann unter Umständen recht viel Mühe bereiten, wenn bauliche Voraussetzungen erst noch erstellt werden müssen. Ist es einmal soweit, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind, kommt der grosse Moment der Tieranschaffung. Je nachdem können sich auch hierbei noch Probleme einstellen. Tiererwerb ist Vertrauenssache. Wie oft schon wurde die ganze Freude an der Tierhaltung verdorben, weil die erworbenen Tiere nicht den Vorstellungen des neuen Besitzers entsprachen.
 
Sind alle Stufen erfolgreich genommen, kommen nun die Verpflichtungen als verantwortlicher Geflügelhalter. Schon bald stellt es sich heraus, dass sich die sorgfältigen Vorbereitungen bezahlt machen, und anstelle von Verdruss zunehmende Freude an der Geflügelhaltung entsteht.
 
Räumliche Voraussetzungen
Grundsätzlich sollte von allem Anfang an von den räumlichen Voraussetzungen her die Entscheidung der Tierwahl kommen. Muss das Schwimmwasser von der Wasserversorgung bezogen werden, wird man es sich sehr gut überlegen müssen, ob eine Teichanlage mit fliessendem Frischwasser zu verantworten ist. Hat man eine lärmsensible Nachbarschaft, ist es wohl besser z.B. von der Perlhuhnhaltung abzusehen, oder besteht die Gefahr von Wildschäden wird man rechtzeitig an entsprechende Gehege denken müssen.

 Muss das Schwimmwasser von der Waserversorgung bezogen werden, kommt wohl eine solcher Teich nicht in Frage.
Bildquelle: www.doggen-of-heaven.de

 Die zur Verfügung stehende Stall- und Gehegefläche ist vorweg entscheidend für die Tierartentwahl und Bestandesgrösse. Je nach Wahl der Tierart sind entsprechend Infrastrukturen hinsichtlich Trinkwasser-, Abwasserentsorgung und Elektrizitätsversorgung erforderlich. In unseren Breitengraden mit sehr unterschiedlichen Tageslängen zwischen Sommer und Winter, ist die Stromversorgung kaum mehr aus der Geflügelhaltung wegzudenken.

 Will man Kunstbrut betreiben, braucht man zwingend Elektrizität
Bildquelle: www.huehner-info.de

Und schliesslich muss auch daran gedacht werden, dass der anfallende Dünger sinnvoller Verwertung zugeführt werden kann. Oftmals wird übersehen, dass von einem ausgewachsenen Tier mit einem Körpergewicht von 2 Kilo je Jahr etwa 70 - 90 Liter Frischkot anfällt.

 
Tierhaltungskosten
Auch in der Freizeitbeschäftigung ist es sinnvoll gerade in dieser Beziehung die Zielsetzungen klar zu formulieren. Je nach sozialer Stellung, kann es gar unangenehm werden, wenn die Kleintierhaltung zu einer nicht vorausgesehenen Belastung des Haushaltsbudgets wird.

 Oft wird vergessen, dass nach den einmaligen Investitionen auch laufende Kosten für die Tiere entstehen, Wiese allein genügt nicht.
Bildquelle: http://wissenschaftlicher-gefluegelhof.de
Damit soll deutlich gesagt werden, dass nebst den Erstinvestitionen für Gebäude, Gehege, Zubehör und Tieranschaffung die eigentlichen Tierhaltungs- und Unterhaltskosten kommen. Wird das nicht rechtzeitig erkannt, kann es später schwierig werden, wenn die fehlenden Mittel an der Tierhaltung eingespart werden müssen. Die Möglichkeit in einer geordneten Kleintieranlage einer Sektion die Tierhaltung zu beginnen oder zu pflegen erfordert meist geringere Investitions- und Anlagekosten. Die gemeinsame Benutzung der Infrastrukturen ist wesentlich günstiger und oft findet man so in nachbarlicher Freundschaft manchen guten Rat.
 
 
·         Der Schweizerischer Rassegeflügelzuchtverband bietet fachlich interessante Grund- und Geflügelzüchterkurse sowie in den Sektionen Fachreferate an.
 
·         Haben Sie Interesse?
 
Der Präsident der Ausbildungskommission gibt gerne Auskunft!
 
Walter Gloor
Hauptstrasse 7
4554 Hüniken
Tel. 032 614 26 88
Stall und Gehege

Kükenaufzucht 

Die Aufzucht

Bevor die Küken schlüpfen ist ein geeignetes Kükenheim (Aufzuchtabteil) einzurichten. Ist das Hühnerhaus gross genug, so lassen sich darin geeignete Abteilungen als Kükenheime einrichten. Spezielle Kükenhäuschen oder Aufzuchtställe sind bei zweckmässiger Einrichtung und Bedienungsmöglichkeiten ebenfalls sehr geeignet. Eine erfolgreiche Aufzucht beginnt mit der Bereitstellung des Kükenheimes. Verluste durch fehlende Hygiene, Fütterungsmängel, Kälte, Nässe oder Ausfallen von elektrischen Anlagen müssen nicht sein. Das Kükenheim ist bis ins letzte Detail zu säubern und zu desinfizieren. Danach ist die Wärmequelle (Wärmeplatte, Dunkelstrahler oder Wärmelampe) auf deren einwandfreies Funktionieren zu prüfen.

  

So könnte ein Grudriss eines Kückenheims aussehen

Fixfertige Kükenheime können auch gekauft werden
Bildquelle: www.bruja.de

 

Eine Anleitung zum Selbstbau eines Kükenheimes finden Sie hier: 
http://www.huehner-info.de/infos/kueken_box_sinner.htm

 Eine saubere, staubfreie und trockene Einstreu in genügender Menge erachten wir als selbstverständlich. Dazu sind Quarzsand, Hanfstreu und Kornspreuer bestens geeignet. Weniger empfehlenswert sind Strohhäcksel, Hobelspäne, Sägemehl usw. Saubere Tränke- und Futtergeschirre sind in genügender Menge zur Verfügung zu halten. Es ist vorteilhaft, diese etwas erhöht aufzustellen und später der Grösse der Jungtiere entsprechend höher (Schulterhöhe) anzubringen. Ein Tag vor Einbringen der Küken sind die Kükenheime in Betrieb zu nehmen, dabei ist zu beachten, dass in der Umgebung der Wärmequelle eine Temperatur von 35 – 36 0C gemessen wird. Nach der ersten Lebenswoche kann die Temperatur wöchentlich um l- 2 Grad gesenkt werden (Höherhängen der Wärmequelle).

Gesunde, kräftige Küken erfreuen das Herz eines jeden Züchters
Bildquelle: www.bruja.de

Die Küken suchen selbst die angenehmste Stelle unter der Wärmequelle auf. Bei zu hoher Wärme drängen sich die Küken von der Wärmequelle weg und bei zu tiefer Temperatur drängen sich die Küken direkt unter die Wärmequelle. Bei Zugluft suchen sich die Küken die ruhigste Ecke. Ganz besonders während den ersten Lebenstagen sind die Küken auf ausreichende und konstante Wärme angewiesen.

 Wasser, Futter und Quarzsand!
Die frisch geschlüpften Küken beziehen ihren Nährstoffbedarf zunächst aus den vom Ei mitgebrachten Vorräten. Sie sind daher erst nach dem ersten Lebenstag zu füttern. Hingegen sind sie sofort mit frischem Wasser und Quarzsand zu versorgen.
Im Handel sind heute vorzügliche Futtermittel erhältlich. Je nach Kükenart kann mit Mehl oder Granulat sowie Kükenkörnern gefüttert werden. Zugleich ist auch auf die ständige Versorgung mit Quarzgrit zu achten. Nebst einer einwandfreien Fütterung und einer Verabreichung von stets frischem Wasser in sauberen Gefässen ist der Belüftung des Kükenheimes besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Stauende Hitze, übergrosse Trockenheit, Feuchtigkeit oder Zugluft sind sehr gefährlich. Wie bei den Hühnern ist auch Kleinnagern (Mäusen, Ratten) der Zutritt ins Kükenheim zu verunmöglichen. Bereits in den ersten Lebenstagen empfiehlt es sich, Küken mit offensichtlichen Mängeln auszumerzen (fehlende Zehennägel, krumme Zehen,   Kreuzschnäbel, fehlende Laufbefiederung, zu lange Läufe bei kurzbeinigen Rassen, Kümmerlinge usw.)
 
Selektion
Durch eine konsequente Selektion bleibt für die Nachzucht mehr Platz zur Verfügung und dem Züchter viel Aerger erspart. Mit zunehmendem Alter kann bereits auf weitere Selektionskriterien geachtet werden (zum Beispiel Kammfehler, Deformationen, Farbfehler, fehlende Vitalität usw.) Sofern es die Verhältnisse erlauben, sollten die Jungtiere nach den Geschlechtern getrennt aufgezogen werden. Es ist ratsam, Brut- und Aufzuchtprogramme mit möglichst gleichaltrigen Aufzuchttieren zu planen. Es ist ungünstig, wenn jede Woche wieder frische Küken hinzukommen und Jungtiere in jedem Alter miteinander aufwachsen müssen.
 
Beringung
Je nach Rasse erfolgt die Beringung mit dem Zuchtring bereits ab der 5. Alterswoche. Als Anfänger ziehen Sie dazu den Geflügelobmann Ihres nächsten Vereines oder Klubs zu Hilfe.

  Den offiziellen Zuchtring erhält man im Tierwelt-Shop: www.kleintiere-schweiz.ch

 

 
·         Der Schweizerischer Rassegeflügelzuchtverband  bietet fachlich interessante Grund- und Geflügelzüchterkurse sowie in den Sektionen Fachreferate an.
 
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Der Präsident der Ausbildungskommission gibt gerne Auskunft!
 
Walter Gloor
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walter.gloor@kleintiere-schweiz.ch

 

 

 

 

Kükenaufzucht

Aussenklimabereich für Hausgeflügel 

Vom BVET gibt es Tipps zum Ausenklimabereich für Hausgeflügel

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