Rassegeflügel Schweiz

Verschiedenes

PowerPoint-Vorlage 

Inserate für Kataloge etc. 

 
A4+ hoch   A4 hoch
 
 
A5+ hoch   A5 hoch
     
 
   
A6 quer   A7 hoch
     
 
A4+ hoch, sw   A4 hoch, sw
     
 
A5+ hoch, dt. sw   A5 hoch, dt. sw
     
 
A6 quer, sw   A7 hoch, sw
     

 

A4+ hoch, dt. farbig
A4 hoch, dt. farbig
A5+ hoch dt. farbig
A5 hoch, dt. farbig
A6 quer, dt. farbig
A7 hoch, dt. farbig
A4+ hoch dt. sw
A4 hoch, dt. sw
A5+ hoch, dt. sw
A5 hoch, dt. sw
A6 quer, dt. sw
A7 hoch, dt. sw

Züchteradressen 

Natur- und Kunstbrut 

Allgemeines
Die richtige Wahl, die artgerechte Haltung und die vielseitige Ernährung der Elterntiere sind wesentliche Voraussetzungen für die Erzeugung von Bruteiern. Es gilt darauf zu achten, dass zur Brut nur Eier verwendet werden, die den Kriterien der betreffenden Rasse entsprechen. Eier mit verformter, stark verschmutzter und beschädigter Schale sowie nicht der Art entsprechenden Schalenfarbe oder Grösse sind für die Brut kaum geeignet. Die gesammelten Bruteier müssen bis zur Einlage korrekt gelagert werden.
 
  • Bruteier vor Frost und Kälte schützen
  • Lagerdauer: ideal bis 8 Tage
  • täglich 1-2 mal wenden (Schrägstellung)
  • Lagerraum keine Sonnenbestrahlung, gleichmässige Raumtemperatur von
    10-150Cels./zirka 50% rel. Feuchtigkeit
  • Bruteier-Eier nach Transporten mind. 24 Std. ruhen lassen

 
Bruteier können in Eierkartons gelagert, müssen aber täglich gewendet werden
Bildquelle: www.nachttopf.de

 

Naturbrut

Vorteile:
  • Hennen können ihren angestammten Bruttrieb ausleben
  • für die ganze Familie ein wunderschönes Erlebnis
  • Glucke nimmt einen Teil der Betreuung ab
Nachteile:
  • Glucke kann das Nest vorzeitig verlassen
  • Glucken können das Nest beschmutzen und das Gelege gefährden
  • Bruttermin kann nicht beeinflusst werden
  • grössere Nachzuchten nicht jederzeit möglich
 
Die Naturbrut hat nach wie vor ihre berechtigte Bedeutung!
 
Das Brutnest

Das Nest hat verschiedene Aufgaben: Zusammenhalten der Eier (kein Wegrollen) und Feuchtigkeitsspeicher. Das Nest darf nicht zu klein und zu tief sein, damit die Eier nicht übereinander zu liegen kommen. Einfassungen mit Backsteinen bewähren sich sehr gut, ebenso Holzkisten mit nicht zu hohen Seitenwänden. Diese haben den Vorteil, dass das ganze Gelege problemlos transportiert werden kann.

So könnte ein ideales Brutnest aussehen
Bildquelle: http://gzv-reisbach.de

 Egal welche Nestart wir wählen, zuunterst werden einige Zentimeter feuchter Erde eingefüllt, darin eine Mulde geformt und das Ganze mit kurzem Strohhäcksel oder feinem Heu ausgepolstert. Damit der Platz der Eier begrenzt wird, empfiehlt es sich, den Rand der Mulde mit einem Zopf aus langem Stroh einzufassen. Mit der Zeit wird die Erde unter dem Brutnest austrocknen, deshalb sollte sie ab und zu leicht angefeuchtet werden. Der Platzierung des Brutnestes ist unsere ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Grundsätzlich sollte jede Glucke für sich allein sein. Wo dies nicht möglich ist, muss mindestens der Sichtkontakt vermieden werden. Der Brutplatz sollte vor allem ruhig und etwas abgedunkelt sein. Hunde, Katzen, Marder, Mäuse etc. sollten keinen Zutritt zum Brutraum haben.

 

 

 Die Glucke braucht vor allem Ruhe

Wenn keine Frostgefahr mehr besteht, haben sich im Freien aufgestellte Gluckenhäuschen bestens bewährt. Nach dem Schlupf kann das Brutnest ausgeräumt und neu eingestreut werden, und durch den Anbau eines kleinen Auslaufes ist ein ideales Kükenheim bereits geschaffen. Scheint eine Henne mit dem Brutgeschäft beginnen zu wollen, setzen wir diese am sinnvollsten bei Dunkelheit auf das bereitgestellte Brutnest und unterlegen ihr vorsichtshalber während zwei Tagen einige Nesteier oder nicht für die Brut bestimmte Eier. Sitzt sie zuverlässig, können die Eier mit Bruteiern ausgewechselt werden. Die Anzahl der zu unterlegenden Eier richtet sich nach der Grösse der Glucke und der Bruteier. Sie sollten alle problemlos gedeckt werden können. 

 Ein Grossteil der Betreuung übernimmt bei der Naturbrut die Glucke
Bildquelle: www.appenzeller-spitzhaube.com

Nicht nur äussere Störungen sind von der Glucke fernzuhalten. Auch Ungeziefer vermag diese stark zu beunruhigen. Deshalb ist es notwendig, die Glucke von allfälligem Kot und Schmutz zu reinigen und sie mit einem tierfreundlichen Insektizid zu behandeln. Das gleiche gilt auch für das Brutnest. Die Glucke sollte täglich mindestens einmal das Nest verlassen um sich zu säubern und Nahrung aufzunehmen. Tut sie dies nicht selbständig, ist sie vorsichtig vom Nest zu heben und ruhig ins Freie zu bringen, wo sie ihre Bedürfnisse verrichten kann. Am 7. Tag sind die Eier zu schieren und unbefruchtete zu entfernen. Eine weitere Kontrolle empfiehlt sich am 18. Tag; wo abgestandene Eier herausgenommen werden müssen. Nach dem Schlupf sind leere Eierschalen und abgestandene Bruteier zu beseitigen.

 4. Die Kunstbrut
Der Fachhandel bietet ein grosses Sortiment verschiedener Kunstbrutgeräte an. Nebst automatischer Temperatur- Feuchtigkeitsregulierung verfügen moderne Brutgeräte über Auskühltimer, Wendeautomatik, usw. Zur Funktionskontrolle gehören jedenfalls exakte Thermo- und Hygrometer die jederzeit von aussen gut ablesbar sein müssen.

 Vorteile:
  • Bruttermin wird durch den Züchter festgelegt
  • nicht an eine Anzahl Eier gebunden
  • Eier verschiedener Zuchtstämme/Hennen gleichzeitig bebrüten. (Abstammungskontrolle)
 Nachteile:
  • Stromabhängigkeit
  • Krankheitsübertragungen auf grössere Bestände
  • Erfolg hängt u.a. auch vom Brutmeister ab
  • Erlebnis des Werdens geht zum Teil verloren

 Als Brutraum eignet sich ein von Aussentemperaturen unabhängiger Raum mit ausgeglichenem Klima von 15-20 0C und etwa 50% rel. Luftfeuchtigkeit mit ausreichender Frischluftzufuhr. Das Brutgerät ist vor direkter Sonnenbestrahlung zu schützen und wird auf einer stabilen Unterlage waagerecht aufgestellt und an das Stromnetz angeschlossen.

Brutgerät
Wer sich für die Kunstbrut entscheidet, gibt seine Eier entweder in eine Lohnbrüterei oder legt sich selbst einen Brutapparat zu. Im letzteren Fall hat man die Qual der Wahl, denn die verschiedenen Brutapparathersteller bieten in einer fast kaum mehr überblickbaren Vielzahl verschiedene Brutgerätemodelle an. Grundsätzlich unterscheiden wir zwei unterschiedliche Systeme, den sog. Flächenbrüter und Motorbrüter.

 

Flächenbrüter
Bildquelle: www.bruja.de

Motorbrüter
Bildquelle: www.gebrueder-dueber.de

 Ersterer hat eine Strahlungsheizung, letzterer zusätzlich einen Ventilator, der die Wärme im Brutapparat gleichmässig umwälzt. Dadurch erfährt das Ei ringsum eine gleichmässige Wärmezufuhr. Beim Flächenbrüter herrscht dagegen bereits schon ein Temperaturgefälle zwischen der Eiober- und der Eiunterseite von l 0Cels. Das regelmässige Wenden (optimal etwa acht mal während 24 Std.) geschieht beim Flächenbrüter meist von Hand oder bei eingebauten Rollen sozusagen halbautomatisch. In den Motorbrütern liegen die Eier auf Horden und werden durch deren Bewegung gewendet. Die meisten Motorbrüter können mit einer automatischen Wendevorrichtung ausgebaut werden. Je nach Wendesystem werden die Eier auf die Spitze oder auf die Längsseite gelegt. Dabei ist zu beachten, dass immer etwa gleich grosse Eier zusammen in dieselbe Horde bzw. Hordenteil gelegt werden. Brutapparate mit separatem Vor- und Schlupfabteil bieten bei wöchentlichen Eieinlagen enorme Vorteile. So können ständig frische Eier eingelegt werden. Den unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten und Temperaturen (Vorbrut und Schlupf) kann somit Rechnung getragen werden. Je nach Brutgut und Fortdauer der Brut ist die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur unterschiedlich.Es versteht sich von selbst, dass zum Einhalten der geforderten Luftfeuchtigkeit und Bruttemperatur die nötigen Messgeräte (Thermometer und Hygrometer) wie auch die Wärmeregulierungseinrichtungen und die Verdunstungselemente einwandfrei funktionieren müssen.

 Hygro- und Thermometer sind bei der Kunstbrut unerlässlich

Dies bedingt, dass sie vor Inbetriebnahme nach den Weisungen des Herstellers, überprüft und gewartet werden. Eier Durchleuchten Am 5. bis 7. Bruttag sind die Eier zu schieren. Befruchtete Eier erscheinen unter der Schierlampe leicht rötlich, unbefruchtete blass und hell. Zudem zeigen befruchtete Eier einen dunkleren Sektor, von dem aus die bereits entwickelten Blutgefässe ausgehen (Spinne). Unbefruchtete und abgestorbene Eier sind aus dem Brutgerät zu entfernen. Auch am 18. Tag sind die Eier nochmals zu schieren und gleichzeitig in die Schlupfhorde und das Schlupfgerät zu legen. Abgestandene Eier sind dabei selbstverständlich wegzuräumen. Mit der Umlage des Brutgutes in die Schlupfhorde bzw. in das Schlupfgerät beginnt für das werdende Küken der Schlupfprozess. 
 

Mit dem Eizahn wird zuerst ein loch aufgepickt

Bald ist das Ei rundherum geöffnet

Und schon ist das nasse Küken in der „Freiheit“

 


Das Küken pickt die Eischale durch und sprengt sie durch Körperextraktion. Während dieses Prozesses ist die erhöhte Luftfeuchtigkeit dringend erforderlich. Es ist sehr wichtig, dass während des Schlupfprozesses das Brutgerät nicht geöffnet wird. Das hätte zur Folge, dass das ausgewogene Schlupfklima zusammenfällt und die Eihaut zäh und ledrig werden kann, was die Küken empfindlich schädigen würde. Sind die Küken rechtzeitig und innert einiger Stunden geschlüpft, kann von einer erfolgreichen Brut gesprochen werden. Die frisch geschlüpften Küken belässt man mit Vorteil noch während ca. 12 Stunden im Schlupfgerät, ehe man sie in ein gut vorgewärmtes Kükenheim umsiedelt. Zu früh aus dem Schlupfgerät entnommene Küken bieten meist erhebliche Aufzuchtprobleme.

 
·         Der Schweizerischer Rassegeflügelzuchtverband bietet fachlich interessante Grund- und Geflügelzüchterkurse sowie in den Sektionen Fachreferate an.
 
·         Haben Sie Interesse?
 
Der Präsident der Ausbildungskommission gibt gerne Auskunft!
 
Walter Gloor
Hauptstrasse 7
4554 Hüniken
Tel. 032 614 26 88

 

 

Natur- und Kunstbrut

Gesetzeskonforme Kükenaufzucht 

Gesetzeskonforme Kükenaufzucht

455.1         Tierschutzverordnung  (TSchV)

vom 27. Mai 1981 (Stand am 4. September 2001)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 33 des Tierschutzgesetzes vom 9. März 19781 (Gesetz),2

verordnet:

 
Art. 1 Tiergerechte Haltung

1 Tiere sind so zu halten, dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähigkeit nicht überfordert wird.

2 Fütterung, Pflege und Unterkunft sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den Bedürfnissen der Tiere entsprechen.

3 Tiere dürfen nicht dauernd angebunden gehalten werden.

4 Abweichungen von Tierhaltungsvorschriften sind ausnahmsweise zulässig, solange sie erforderlich sind, um Krankheiten zu verhüten oder zu heilen.

Art. 2 Fütterung

1 Tiere sind regelmässig und ausreichend mit geeignetem Futter und, soweit nötig, mit Wasser zu versorgen. Werden Tiere in Gruppen gehalten, muss der Tierhalter dafür sorgen, dass jedes Tier genügend Futter und Wasser erhält.

2 Das Futter muss so beschaffen und zusammengesetzt sein, dass die Tiere ihr arteigenes, mit dem Fressen verbundenes Beschäftigungsbedürfnis befriedigen können.

3 Lebende Tiere dürfen nur für Wildtiere als Futter verwendet werden; das Wildtier muss das Beutetier wie in freier Wildbahn fangen und töten können.

Art. 3 Pflege

1 Die Pflege muss haltungsbedingte Krankheiten und Verletzungen verhindern sowie das arteigene Pflegeverhalten der Tiere ersetzen, soweit dieses durch die Haltung eingeschränkt und für die Gesundheit erforderlich ist.

2 Der Tierhalter muss das Befinden der Tiere sowie die Einrichtungen genügend oft überprüfen. Er muss Mängel an den Einrichtungen, die das Befinden der Tiere beeinträchtigen, unverzüglich beheben oder aber andere geeignete Massnahmen zum Schutz der Tiere treffen.

3 Kranke und verletzte Tiere muss der Tierhalter unverzüglich ihrem Zustand entsprechend unterbringen, pflegen und behandeln oder aber töten.

Art. 14 Beleuchtung

1 Haustiere dürfen nicht dauernd im Dunkeln gehalten werden.

2 Ställe, in denen sich die Tiere dauernd oder überwiegend aufhalten, müssen wenn möglich durch natürliches Tageslicht beleuchtet sein. Die Beleuchtungsstärke im Bereich der Tiere muss tagsüber mindestens 15 Lux, für Hausgeflügel mindestens 5 Lux betragen.  3 Die Lichtphase darf nicht künstlich auf über 16 Stunden pro Tag ausgedehnt werden.

4. Abschnitt: Hausgeflügel

Art. 25 Einrichtungen

1 Es müssen genügend Fütterungs- und Tränkeeinrichtungen vorhanden sein sowie:

a.      für Zucht- und Legetiere aller Hausgeflügelarten: geschützte, abgedunkelte

            Legenester mit Einstreu oder weicher Unterlage

b.      für Zucht- und Legetiere des Haus-, Trut- und Perlhuhns sowie für Tauben: Sitzstangen oder geeignete Lattenroste;

  1. für Enten: eine Badegelegenheit.

2 Diese Einrichtungen müssen für die Tiere leicht erreichbar sein.


 

Haushühner  Ausschnitt  Anhang zur TSchV

 

 

Kücken von Legerassen bis 10 Wochen alt

111

Fressplatzlänge am Trog bei manueller Fütterung

3 cm je Tier

112

Fressplatzlänge am Trog oder Band bei mechanischer Fütterung

3 cm je Tier

113

Futterrinne am Rundautomaten

2 cm je Tier

114

Trinknippel

 

115

Tränkrinnenseite

1 cm je Tier

116

Tränkrinne an der Rundtränke

1 cm je Tier

141

maximale Neigung

0

142

minimale Drahtstärke

1 mm

2

Bodenfläche je Tier1)

 

21

in Ställen mit Kotgrube und Tiefstreu (Bodenhaltung)

1 m2 je 14 Tiere

 

 

Zum Thema sind die Gesetzes und Verordnungstexte abrufbar:

http://www.admin.ch/ch/dsr/455_1/a14.html und weitere.

Gesetzeskonforme Kükenaufzucht, PDF

Referenten Geflügelkrankheiten 

Referenten für Geflügelkrankheiten /

Conférenciers sur les maladies de la volaille

Gassmann Anne-Brit Dr. med. vet., rte des Gruvons,
1566 St. Aubin

026

677 28 44

Hoop R. Dr. med. vet., Institut für Veterinärbakteriologie, Winterthurerstr. 270, 8057 Zürich

 01

365 14 21

König Martin Dr.med. vet., Case Postale 47, 1784 Courtepin

031

829 02 02

Postizzi S. Dr. med. vet., Vet.cantonale, 6500 Bellinzona

091

825 25 58

Sandmeier Peter Dr. med,vet., Hintermatthof 6, 5452 Oberrohrdorf

056

493 58 48

Schlacht- und Kochkurse 

Schlacht- und Kochkurse / Cours d'abattage et de cuisine

 

Hier finden sie die Adressen der Fleischverwerter:

http://www.kleintiere-schweiz.ch/index.cfm?Nav=818&ID=801