Haltung

Die Aufzucht

Bevor die Küken schlüpfen ist ein geeignetes Kükenheim (Aufzuchtabteil) einzurichten. Ist das Hühnerhaus gross genug, so lassen sich darin geeignete Abteilungen als Kükenheime einrichten. Spezielle Kükenhäuschen oder Aufzuchtställe sind bei zweckmässiger Einrichtung und Bedienungsmöglichkeiten ebenfalls sehr geeignet. Eine erfolgreiche Aufzucht beginnt mit der Bereitstellung des Kükenheimes. Verluste durch fehlende Hygiene, Fütterungsmängel, Kälte, Nässe oder Ausfallen von elektrischen Anlagen müssen nicht sein. Das Kükenheim ist bis ins letzte Detail zu säubern und zu desinfizieren. Danach ist die Wärmequelle (Wärmeplatte, Dunkelstrahler oder Wärmelampe) auf deren einwandfreies Funktionieren zu prüfen.

  

So könnte ein Grudriss eines Kückenheims aussehen

Fixfertige Kükenheime können auch gekauft werden
Bildquelle: www.bruja.de

 

Eine Anleitung zum Selbstbau eines Kükenheimes finden Sie hier: 
http://www.huehner-info.de/infos/kueken_box_sinner.htm

 Eine saubere, staubfreie und trockene Einstreu in genügender Menge erachten wir als selbstverständlich. Dazu sind Quarzsand, Hanfstreu und Kornspreuer bestens geeignet. Weniger empfehlenswert sind Strohhäcksel, Hobelspäne, Sägemehl usw. Saubere Tränke- und Futtergeschirre sind in genügender Menge zur Verfügung zu halten. Es ist vorteilhaft, diese etwas erhöht aufzustellen und später der Grösse der Jungtiere entsprechend höher (Schulterhöhe) anzubringen. Ein Tag vor Einbringen der Küken sind die Kükenheime in Betrieb zu nehmen, dabei ist zu beachten, dass in der Umgebung der Wärmequelle eine Temperatur von 35 – 36 0C gemessen wird. Nach der ersten Lebenswoche kann die Temperatur wöchentlich um l- 2 Grad gesenkt werden (Höherhängen der Wärmequelle).

Gesunde, kräftige Küken erfreuen das Herz eines jeden Züchters
Bildquelle: www.bruja.de

Die Küken suchen selbst die angenehmste Stelle unter der Wärmequelle auf. Bei zu hoher Wärme drängen sich die Küken von der Wärmequelle weg und bei zu tiefer Temperatur drängen sich die Küken direkt unter die Wärmequelle. Bei Zugluft suchen sich die Küken die ruhigste Ecke. Ganz besonders während den ersten Lebenstagen sind die Küken auf ausreichende und konstante Wärme angewiesen.

 Wasser, Futter und Quarzsand!
Die frisch geschlüpften Küken beziehen ihren Nährstoffbedarf zunächst aus den vom Ei mitgebrachten Vorräten. Sie sind daher erst nach dem ersten Lebenstag zu füttern. Hingegen sind sie sofort mit frischem Wasser und Quarzsand zu versorgen.
Im Handel sind heute vorzügliche Futtermittel erhältlich. Je nach Kükenart kann mit Mehl oder Granulat sowie Kükenkörnern gefüttert werden. Zugleich ist auch auf die ständige Versorgung mit Quarzgrit zu achten. Nebst einer einwandfreien Fütterung und einer Verabreichung von stets frischem Wasser in sauberen Gefässen ist der Belüftung des Kükenheimes besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Stauende Hitze, übergrosse Trockenheit, Feuchtigkeit oder Zugluft sind sehr gefährlich. Wie bei den Hühnern ist auch Kleinnagern (Mäusen, Ratten) der Zutritt ins Kükenheim zu verunmöglichen. Bereits in den ersten Lebenstagen empfiehlt es sich, Küken mit offensichtlichen Mängeln auszumerzen (fehlende Zehennägel, krumme Zehen,   Kreuzschnäbel, fehlende Laufbefiederung, zu lange Läufe bei kurzbeinigen Rassen, Kümmerlinge usw.)
 
Selektion
Durch eine konsequente Selektion bleibt für die Nachzucht mehr Platz zur Verfügung und dem Züchter viel Aerger erspart. Mit zunehmendem Alter kann bereits auf weitere Selektionskriterien geachtet werden (zum Beispiel Kammfehler, Deformationen, Farbfehler, fehlende Vitalität usw.) Sofern es die Verhältnisse erlauben, sollten die Jungtiere nach den Geschlechtern getrennt aufgezogen werden. Es ist ratsam, Brut- und Aufzuchtprogramme mit möglichst gleichaltrigen Aufzuchttieren zu planen. Es ist ungünstig, wenn jede Woche wieder frische Küken hinzukommen und Jungtiere in jedem Alter miteinander aufwachsen müssen.
 
Beringung
Je nach Rasse erfolgt die Beringung mit dem Zuchtring bereits ab der 5. Alterswoche. Als Anfänger ziehen Sie dazu den Geflügelobmann Ihres nächsten Vereines oder Klubs zu Hilfe.

  Den offiziellen Zuchtring erhält man im Tierwelt-Shop: www.kleintiere-schweiz.ch

 

 
·         Der Schweizerischer Rassegeflügelzuchtverband  bietet fachlich interessante Grund- und Geflügelzüchterkurse sowie in den Sektionen Fachreferate an.
 
·         Haben Sie Interesse?
 
Der Präsident der Ausbildungskommission gibt gerne Auskunft!
 
Walter Gloor
Hauptstrasse 7
4554 Hüniken
Tel. 032 614 26 88
walter.gloor@kleintiere-schweiz.ch

 

 

 

 

Kükenaufzucht

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